Interview mit Prof. Dr. Sonja Pflaum
Frau Prof. Pflaum, welche Ziele verfolgen Sie mit dem CAS Nebenstrafrecht?
Mit dem CAS Nebenstrafrecht möchten wir gezielt die Kenntnisse in den praxisrelevantesten Bereichen des Nebenstrafrechts vertiefen. Diese Gebiete kommen im ordentlichen Studium bislang zu kurz, obwohl sie in der Praxis von erheblicher Bedeutung sind.
Der CAS konzentriert sich bewusst auf Betäubungsmittel-, Strassenverkehrs-, Migrations- und Waffenstrafrecht. Nach welchen Kriterien wurden diese vier Bereiche ausgewählt?
Es geht um die bewusste Konzentration auf die praxisrelevantesten Gebiete des Nebenstrafrechts.
Im Stundenplan finden sich verschiedene externe Lernorte wie das Forensische Institut Zürich, das Drogeninformationszentrum sowie das DTC-Center. Erzählen Sie uns bitte mehr dazu?
Wir legen bewusst sehr viel Wert auf eine interaktive Weiterbildung. Durch diese Besuche vor Ort wird den Teilnehmenden fundiertes Praxiswissen vermittelt. Sie erhalten z. B. Einblick in die technische Ausstattung des Forensischen Instituts Zürich sowie in die Methodik der Erstellung verkehrstechnischer Gutachten. Vermittelt wird zugleich die Fähigkeit, Gutachten kritisch zu hinterfragen.
Über welche Kompetenzen und Haltungen sollen die Absolventinnen und Absolventen nach Abschluss des CAS Nebenstrafrecht idealtypisch verfügen, und wie lässt sich der nachhaltige Nutzen der Weiterbildung für die weitere berufliche Laufbahn messen?
Im Vordergrund steht der Erwerb praxisrelevanter Fachkompetenz im Nebenstrafrecht sowie die Fähigkeit, sich in komplexe, interdisziplinär geprägte Materien selbständig einzuarbeiten. Der nachhaltige Nutzen zeigt sich einerseits in der unmittelbaren Anwendbarkeit des erworbenen Wissens in der Praxis. Andererseits ist auch der nicht zu unterschätzende Networking-Effekt zu nennen – sowohl mit den Dozierenden als auch unter den Teilnehmenden selbst.