CAS «Nebenstrafrecht» (NSR) an der ZHAW School of Management and Law – Interview mit Studienleiterin Prof. Dr. Sonja Pflaum

Der CAS «Nebenstrafrecht» (NSR) an der ZHAW School of Management and Law ist eine berufsbegleitende Weiterbildung in zwei Modulen zum Betäubungsmittel-, Strassenverkehrs-, Migrations- und Waffenstrafrecht mit insgesamt 16 Präsenztagen. Er richtet sich an Juristinnen und Juristen sowie Fachpersonen aus Strafverfolgung, Strafverteidigung, Gerichten, spezialisierten Polizeidienststellen, Verwaltungsbehörden und Rechtsschutzversicherungen, die ihre strafrechtliche Praxis im Bereich des Nebenstrafrechts vertiefen möchten. Rund zwei Drittel aller strafrechtlichen Verurteilungen in der Schweiz betreffen Nebenstrafrechtstatbestände; diesem Umstand trägt die Weiterbildung Rechnung und setzt daher einen klaren Schwerpunkt auf diese praxisrelevanten Gebiete. Die Studienleitung liegt bei Prof. Dr. iur. Sonja Pflaum, RA, Ass.-Prof. Dr. iur. Diego Langenegger, RA, und Dr. iur. Stephan Schlegel, RA. Das Programm wird im Zeitraum Herbstsemester 2026 bis Frühjahrssemester 2027 durchgeführt. Erfahren Sie mehr dazu im Interview mit Prof. Dr. Sonja Pflaum.

Interview mit Prof. Dr. Sonja Pflaum

Frau Prof. Pflaum, welche Ziele verfolgen Sie mit dem CAS Nebenstrafrecht?

Mit dem CAS Nebenstrafrecht möchten wir gezielt die Kenntnisse in den praxisrelevantesten Bereichen des Nebenstrafrechts vertiefen. Diese Gebiete kommen im ordentlichen Studium bislang zu kurz, obwohl sie in der Praxis von erheblicher Bedeutung sind.

Der CAS konzentriert sich bewusst auf Betäubungsmittel-, Strassenverkehrs-, Migrations- und Waffenstrafrecht. Nach welchen Kriterien wurden diese vier Bereiche ausgewählt?

Es geht um die bewusste Konzentration auf die praxisrelevantesten Gebiete des Nebenstrafrechts.

Im Stundenplan finden sich verschiedene externe Lernorte wie das Forensische Institut Zürich, das Drogeninformationszentrum sowie das DTC-Center. Erzählen Sie uns bitte mehr dazu?

Wir legen bewusst sehr viel Wert auf eine interaktive Weiterbildung. Durch diese Besuche vor Ort wird den Teilnehmenden fundiertes Praxiswissen vermittelt. Sie erhalten z. B. Einblick in die technische Ausstattung des Forensischen Instituts Zürich sowie in die Methodik der Erstellung verkehrstechnischer Gutachten. Vermittelt wird zugleich die Fähigkeit, Gutachten kritisch zu hinterfragen.

Über welche Kompetenzen und Haltungen sollen die Absolventinnen und Absolventen nach Abschluss des CAS Nebenstrafrecht idealtypisch verfügen, und wie lässt sich der nachhaltige Nutzen der Weiterbildung für die weitere berufliche Laufbahn messen?

Im Vordergrund steht der Erwerb praxisrelevanter Fachkompetenz im Nebenstrafrecht sowie die Fähigkeit, sich in komplexe, interdisziplinär geprägte Materien selbständig einzuarbeiten. Der nachhaltige Nutzen zeigt sich einerseits in der unmittelbaren Anwendbarkeit des erworbenen Wissens in der Praxis. Andererseits ist auch der nicht zu unterschätzende Networking-Effekt zu nennen – sowohl mit den Dozierenden als auch unter den Teilnehmenden selbst.

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